Freiburg

Kontakt
Telefon: 0761 / 20 766 0
Fax: 0761 / 20 766 11
info@schwerpunktpraxis-gellert.de

Adresse
Rheinstraße 34
79104 Freiburg

Sprechzeiten
Montag bis Freitag 9 bis 11 Uhr
Montag, Dienstag und
Donnerstag
16 bis 18 Uhr
Medikamentenausgabe
Montag bis Freitag 8 bis 9.30 Uhr sowie 10.30 bis 11.30 Uhr
Samstag,
Sonntag und
Feiertage
10.30 bis 12.30 Uhr

Substitution

Die substitutionsgestützte Behandlung ist die Standardbehandlung der Opiatabhängigkeit, erreicht die meisten betroffenen Patienten und hat die beste Haltequote.

Mittlerweile werden in Deutschland ca. 80 000 opiatabhängige Patienten substituiert.

Substitutionsbehandlungen werden durch die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Die Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung in unserer Praxis sind detailliert im Behandlungsvertrag geregelt.

Medizinische Behandlung

  • Labordiagnostik (Routinelabor sowie HIV-, Hepatitis A-, Hepatitis B- und Hepatitis C-Serologie)
  • EKG
  • Diagnostik und Beratung bei chronischer Hepatitis C
  • Impfungen
  • Versorgung chronischer Wunden in Kooperation mit Wundmanagern
  • Allgemeinmedizinische Grundversorgung, soweit dies nicht durch die zuständigen Hausärzte geleistet werden kann

Psychosoziale Begleitung

Wir arbeiten eng mit den regionalen Beratungsstellen zusammen. In unserer Praxis  bieten

–   die Drogenhilfe Freiburg

– die EMMA Emmendingen und

– die KOBRA Müllheim

Sprechstunden vor Ort in der Praxis an.

Substitutionsbehandlung mit Methadon/Polamidon

  • Methadon und Polamidon sind sehr ähnlich und sind künstlich hergestellte Opiate, wir verordnen beide Medikamente
  • Sie  wirken an den gleichen Bindungsstellen im Gehirn, an denen auch Heroin wirkt.
  • Sie werden im Magen-Darmtrakt aufgenommen, d.h. können geschluckt werden.
  • Sie haben  eine sehr lange Wirkungszeit, bis zu 40 Stunden nach der Einnahme ist immer noch die Hälfte davon im Körper vorhanden.
  • Sie verhindern bei ausreichender Dosierung komplett Heroinentzugserscheinungen, und nehmen die Gier nach Opiaten
  • durch die Substitutionsbehandlung ist man voll arbeitsfähig
  • Bei ausreichend hoher Dosierung wirkt zusätzlicher Heroinkonsum nicht mehr.

Substitutionsbehandlung mit Buprenorphin (z.B. Subutex(R))

  • Buprenorphin ist wie Methadon ein künstlich hergestelltes Opiat
  • Buprenorphin hat deutlich weniger Nebenwirkungen als Methadon/Polamidon
  • Vor dem Beginn der Einnahme von Buprenorphin  müssen schon deutliche Opiatentzugssymptome vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, da z.B. kurz vorher Heroin genommen wurde, löst Buprenorphin selbst Entzugssymptome aus. Dies kommt dadurch, dass Buprenorphin  Heroin oder Methadon vom Rezeptor verdrängt, selbst dort jedoch weniger stark wirkt

Substitutionsbehandlungen mit Diacetylmorphin (Heroin)

Mittlerweile hat der Gesetzgeber auch die Behandlung mit dem Originalstoff Diacetymorphin = Heroin zugelassen. Es zeigte sich jedoch, dass diese Behandlungsform nur für sehr wenige Patienten in Frage kommt und die organisatorischen Erfordernisse sehr umfangreich sind (Personal, Sicherheitsmaßnahmen usw.).

In Baden-Württemberg gibt es dieses Angebot in  Karlsruhe und  Stuttgart.

Patienten, die sich für diese Behandlungsform interessieren, können durch uns beraten werden.  Wir können ggf. an eine Diamorphinambulanz weitervermitteln.